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Traum der Zuschauer

Die_Moderatoren_Rhetorik_Training_001

Balkendiagramme, Zahlenkolonnen und unzählige Markenbotschaften prasseln auf uns Zuschauer nieder.

Mit großer Sorgfalt wird bis in die Nacht vom Redner an Präsentationen gefeilt, meist auf den letzten Drücker und mit Hilfe einer bestehenden Präsentation von anno dazumal fertiggestellt. Die ganze Mühe wird nicht gewürdigt. Das Publikum flüchtet sich ins Smartphone oder schreibt gedanklich den Einkaufszettel von morgen.

Bitte liebe Markenbotschafter und Führungskräfte haltet inne und unterbrecht diesen Wahnsinn! Steigen Sie mit einer Story ein, die zum Thema passt. Sie erzeugen Emotionen, die jeder von uns in sekundenschnelle abruft. Sie brauchen sich nicht mehr vorzustellen, der Zuschauer ist in der Regel informiert, wer dort vorne zu ihnen spricht. Das Publikum hat Ihre Leidenschaft verdient, keine Effekte auf der 200. Folie. Erzählen Sie kurz und knackig, wie Sie zu den Vortragsergebnissen gekommen sind, über welche Fragen Sie gestolpert sind. Der Prozess wird sichtbar und vor allem – nachvollziehbar. Zeigen Sie Gegenstände die Größenordnungen und Sachverhalte verdeutlichen. Stellen Sie offene Fragen. Vermeiden Sie Zahlen. Wenn Sie Zahlen einsetzen müssen, dann verwenden Sie Bilder und Metaphern. Unser Gehirn kann bildliche Zusammenhänge viel besser verarbeiten und in Beziehung setzen als Zahlen. Nutzen Sie dieses Potenzial. Verankern Sie nur eine wichtige Kernbotschaft. Wenn Sie Power-Point zu Hilfe nehmen, dann beschränken Sie sich auf Bilder. Blenden Sie diese gezielt ein, um anschließend den Beamer wieder auf Schwarzbild zu stellen. Unser Gehirn ist nur in der Lage sich auf einen Inhalt gleichzeitig voll zu konzentrieren. Probieren Sie es aus. Schalten Sie den Beamer ein, wandert der Blick der Zuschauer auf die Leinwand. Schalten Sie ihn aus, schauen Die Augenpaare auf Sie. Großartig! Die Erfinder von Powerpoint haben vor 25 Jahren diese Software zum Zeigen von Bildern erfunden, nicht um Bücher an die Wand zu werfen. Bedanken Sie sich am Schluss nicht für die Aufmerksamkeit. Aktivieren Sie die Zuhörer zu einer Fragerunde und brechen Sie das Eis, indem Sie anfangen Fragen zu stellen.

Fangen Sie gleich morgen damit an! Viel Freude dabei wünscht Ihnen, Ihr Henning Harfst.

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